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Sind Süßigkeiten verantwortlich für die Entstehung von Karies?

Veröffentlicht von am in Quitzke-Blog
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Immer wieder fragen Patienten, ob der Verzicht auf Süßigkeiten die Entstehung von Karies ("Löchern in den Zähnen") hätte verhindern können. Im Gespräch fällt auf, dass (vermutlich verursacht durch Werbung in den Medien) ein falsches Bild in der Gesellschaft über die Ursachen von Karies besteht. Ohne zu tief ins Detail gehen zu wollen kann man grundsätzlich sagen, dass an der Entstehung von Karies drei Hauptfaktoren entscheidend sind. Bakterien, Substrat und Zeit. Fehlt eine dieser Komponenten ist die Entstehung von Karies sehr unwahrscheinlich bzw. stark eingeschränkt.

1. Bakterien: In unserer Mundhöhle lebt eine riesige Anzahl von Mikroorganismen (Bakterien) verschiedenster Art. Kurz nachdem wir die Zähne gereinigt haben entsteht bereits erneut ein sehr dünner Film von Mikroorganismen auf den Oberflächen unserer Zähne.

2. Substrat: Die Bakterien in unserem Mund brauchen wie alle lebendigen Organismen "Substrat", welches sie verrstoffwechseln können um Energie zu erzeugen, sich fortzupflanzen etc.. Dieses beziehen sie aus ihrer Umgebung (unserem Mund). Je nach Art des Substrates kann dieses mehr oder weniger gut verstoffwechselt werden. Hierzu stehen zwei verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Ob die eine oder die andere angewandt wird hängt davoon ab, ob den Bakterien Sauerstoff zur Verfügung steht oder nicht. Für den Fall dass kein Sauerstoff zur Verfügung steht wird von den Bakterien beim Verwerten von Substrat als Stoffwechselprodukt Milchsäure ausgeschieden. Diese löst nach und nach den Zahnschmelz auf - Karies entsteht

3. Zeit: Ob den Mikroorganismen Sauerstoff zur Verfügung steht oder nicht hängt nicht, wie man denken könnte, davon ab, ob der Mund geöffnet oder geschlossen ist. In der Mundhöhle ist grundsätzlich ausreichend Sauerstoff vorhanden. Der eingans erwähnte Bakterienfilm auf der Oberfläche der Zähne verändert sich mit der Zeit. Die Bakterien vermehren sich (dies geschieht sehr schnell) und der Bakterienfilm (Plaque) wird dicker. Ab einem gewissen Punkt ist die Plaque so dick, dass den Mikroorganismen an der Zahnoberfläche hierduch die Sauerstoffzufuhr abgeschnitten wird. Dies führt dazu, dass die schädliche Milchsäure ausgeschieden wird. In der Regel tritt dieser Fall bereits ca. 24 Stunden nach der letzten Mundhygiene ein.

Wie man erkennt sind diese drei Dinge notwendig um Kareisentstehung zu begünstigen. Für den Alltag bedeutet dies folgendes:

1. Durch regelmäßiges Zähneputzen beugt man dem Wachstum des Bakterienfilmes auf den Zähnen vor. Wenn dieser alle 12 Stunden (mehr oder weniger vollständig - weshalb nur mit der Zahnbürste putzen nicht ausreicht) entfernt wird, ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass dieser so weit anwächst, dass Karies entstehen kann.

2. Wenn den Mikroorganismen Substrat fehlt können diese keine Milchsäure (die dann in Folge Karies verursacht) produzieren.

Die beiden Dinge müssen zwar etwas relativiert werden, da eine vollständige Entfernung des Mikrofilms kaum möglich ist, die Mundhygiene in vielen Fällen nicht korrekt durchgeführt wird und es nicht möglich ist, den Mikroorganismen kein Substrat zuzuführen (auch z.B. ein Brot enthät Substrat).

Abschließend kann daher gesagt werden, dass neben der regelmäßigen und korrekt durchgeführten Mundhygiene darauf geachtet werden sollte, dass wenn Substrat zu sich genommen wird, dies über einen kurzen Zeitraum geschieht. In diesem Fall steht den Mikroorganismen das Substrat nur kurzzeitig zur Verfügung. Zusätzlich kann durch anschließendes Ausspülen mit Wasser restliche Substrat weggespült und der pH-Wert im Mund wieder neutralisert werden.

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